Dienstag, 12. Februar 2013

Ein kurzer Überblick

Puuh, ist es jetzt schon lange her, seit ich mal was geschrieben habe... Entschuldigung an alle, die vergebens meinen Blog aufgerufen haben! 
In den letzten Wochen ist viel passiert. Eine Woche vor Weihnachten war Papa da und wir haben das Wochenende zusammen verbracht, was echt schön war. Wir waren unter anderem in einem Pub, um Fußball zu schauen und Bier zu trinken - typisch englisch - und hatten auch ein "Full English Breakfast", das aus Würstchen, gebratenem Schinken, Toast, Butter, Spiegelei, Bohnen, Kartoffelrösti und eventuell etwas anderem bestand, das ich vergessen habe. War auf jeden Fall sehr gut!
Weihnachten haben wir in unserem Haus gefeiert. Wir hatten einige Gäste - Freunde aus Deutschland und ein paar Leute aus England, die wahrscheinlich zum ersten Mal auch schon am 24. gefeiert haben (in England ist der 25. das "Hauptweihnachtsfest"). Entgegen der Erwartungen hatten wir ein angemessenes  Weihnachtsessen - 3,5 Kilo Schweinebraten, Spätzle, Soße und Rosenkohl. 
Nach Weihnachten hatten wir noch fast zwei Wochen frei, die wir in England bleibenden Schüler gemeinsam verbracht haben. Es war eine total schöne Zeit - wir wurden von ein paar Leuten aus der Gemeinde zu ihnen nach Hause eingeladen, haben Sachen miteinander unternommen, haben an einem Tag alle drei "Herr der Ringe" angeschaut, sind auf einem Pferd geritten usw. Durch diese Zeit haben sich unsere Freundschaften auch nochmal sehr vertieft.
Am 4.Januar ging es dann nach Fuengirola (das ist bei Malaga). Wir waren dort bei einer (englischsprachigen) Gemeinde und haben Gottesdienste gestaltet, Andachten in einer christlichen Schule gehalten, Hauskreise besucht, verschiedene Treffen (z.B. Lobpreis oder Prophetie) organisiert und hatten nebenbei noch viel Spaß. Natürlich haben wir den Strand und die mit bis zu 20°C für Januar sehr angenehmen Temperaturen auch genossen. Und Gott hat auch Großes gewirkt! Wir haben zum Beispiel für eine durch einen Schlaganfall erblindete Frau gebetet und danach konnte sie wieder Formen und Farben erkennen. In den Tagen, in denen wir dort waren, hat sich ihre Sicht stetig verbessert. Zum Schluss konnte sie zwar nicht perfekt sehen, aber es war trotzdem sehr schön zu sehen, was Gott in ihr bewirkt hat. Insgesamt war die Gemeinde dort sehr ermutigt durch unseren Einsatz und viele haben uns gesagt, dass sie es sehr genossen haben, dass wir da waren.
Nachdem wir aus Spanien zurückgekehrt waren, hatten wir nur noch ein bisschen mehr als eine Woche in England, die echt schnell vorüberging. Am Sonntagabend, 27.1., bin ich dann mit Benni mit dem Zug von Manchester losgefahren. Zuerst ging es nach London, wo wir die Nacht im Starbucks verbracht haben. Von dort aus weiter nach Brüssel, dann über Köln nach Stuttgart, wo es das große Wiedersehen mit unseren Eltern gab :) Es war ein sehr schönes Gefühl, wieder in Deutschland zu sein.
Allerdings war ich nur eine Woche zu Hause...ich hab viel gutes Essen genossen (Linsen mit Spätzle oder Rindsrouladen), mich mit Freunden getroffen, einen riesigen Stapel Post durchgeguckt, Sachen erledigt usw. Am Wochenende kam dann sogar Tabea von Mailand und wir haben den ganzen Samstag miteinander verbracht...endlich mal wieder zusammen spielen und einfach die Familiengemeinschaft genießen. 
Jetzt bin ich seit gut einer Woche in Lüdenscheid bei der FCJG, weil ich mit Help International (das ist der Missionszweig der FCJG) nach Manila auf den Philippinen gehe und deshalb hier eine Vorbereitungszeit mache. Ich genieße die Gemeinschaft hier sehr und freue mich, viel Zeit zu haben, zu lesen, Zeit mit Gott zu verbringen usw.
Außerdem wächst die Vorfreude und Aufregung in Bezug auf die Philippinen - nur noch gut zwei Wochen, bis ich fliege! Ich freue mich natürlich zuallererst auf Lena, aber auch auf das neue Land, die Erfahrung, in einer mir fremden Kultur zu leben, die Arbeit mit den Kindern, das andere Umfeld und Klima usw. 
From glory to glory - von Herrlichkeit zu Herrlichkeit - das kann ich wirklich bestätigen! Es ist nicht so, dass ich der Zeit in England sehr nachtrauere oder Angst vor der Zeit auf den Philippinen habe....die Zeit in England war sehr wertvoll, es war wunderbar, aber jetzt kommt etwas Neues und Gott hat so viel Gutes für mich vorbereitet. Und ich freue mich darauf, das zu erleben und in seine Fülle einzutauchen, ihn jeden Tag besser kennenzulernen und mehr und mehr zu wissen, wie sehr er mich liebt und was er von mir denkt!
                                           Unser Weihnachtsessen.
                                          Ein ganz normaler Tag in Spanien :D
                             
Das ist eine spanische Spezialität - Chocolate con Churros. Heiße Schokolade mit frittierten "Teigwürstchen", die in die Schokolade getunkt werden.

                                          Unsere erste Begegnung mit der spanischen Sonne.


Das war jetzt nur ein sehr kurzer Überblick über die letzten Wochen...es ist so viel mehr passiert - vor allem in Spanien - als ich hier erzählt habe. Also wenn ihr mehr wissen wollt, schreibt mir einfach!

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