Donnerstag, 18. Oktober 2012

The Lake District

Sed fugit interea fugit irreparabile tempus!

Die Zeit vergeht wirklich schnell - seit meinem letzten Post sind schon wieder 1 1/2 Wochen vergangen. Letzte Woche am Montag waren wir bei "Glory in the pub" in Lincoln. Das war richtig gut, schon die Fahrt war witzig (im Minibus deutsche Kinderlieder singen) und schön (die Hügel von Yorkshire).
Als wir dann dort waren, hab ich mein erstes Guinness getrunken und es war nicht schlecht, für meinen Geschmack allerdings zu wenig Kohlensäure und ein bisschen bitter - aber das ist bei einem Guinness ja auch zu erwarten.
Die Veranstaltung selbst bestand aus Lobpreis, Predigt und wieder Lobpreis. Der Heilige Geist war mächtig am Wirken und ich habe es echt genossen.
Am Dienstag und am Mittwoch hatten wir dann frei, weil wir am Montag erst um halb zwei zu Hause waren. Den Dienstag haben wir zur Erholung und verschiedenen anderen Sachen genutzt und am Mittwoch haben wir einen Ausflug in den Lake District gemacht:







Der Donnerstag war ein wunderbarer Tag: Morgens während des Lobpreises wurden plötzlich meine Hände ganz warm und ich hatte den Eindruck, dass durch meine Hände jemand geheilt wird. Also war ich schon mal ziemlich gespannt, was sich ergeben würde. In einer Pause hat dann eine Mitschülerin von mir ihr Bein so komisch durchgestreckt und ich hab gefragt, ob sie Schmerzen hat. Sie meinte: "Ja, im Knie." Ich war schon ein bisschen aufgeregt und hab für sie gebetet. Es war nur ein kurzes Gebet, ungefähr: "Jesus, I thank you for healing. I command every pain in this knee to go out in Jesus´ name. Be healed in Jesus´ name." Und die Schmerzen waren weg! Sie hat gesagt, sie habe auch noch an einem Halswirbel ziemlich starke Schmerzen, also habe ich auch dafür noch gebetet. Und auch dort wurde sie geheilt. Sie hatte zwar danach immer noch leichte Schmerzen auf der einen Seite des Wirbels, aber die starken Schmerzen auf der anderen Seite waren weg :)
Ich will euch echt ermutigen, für Heilung zu beten und nicht ängstlich zu sein, dass es nicht klappt. "Durch seine Wunden seid ihr heil geworden." (1. Petrus 2, 24b) Jesus hat unsere Heilung am Kreuz erkauft! Wenn jemand nicht geheilt wird, dann haben wir nichts falsch gemacht. Wir haben unsere Aufgabe erfüllt - für Kranke zu beten - und der Rest liegt in Gottes Hand.
Probiert es aus und erzählt, was ihr erlebt :)

Freitag, 5. Oktober 2012

Englische (oder britische?) Besonderheiten

So, jetzt möchte ich mal ein paar Besonderheiten des täglichen englischen/britischen Lebens hier teilen. Da kommt schon die erste Schwierigkeit auf, weil ich nie weiß, ob die Leute, die Häuser und ALLES hier englisch oder britisch ist. Ich sag mal englisch, mal britisch - ich glaub, das einzige Problem ist, wenn man einen Schotten, Waliser oder Iren, der hier lebt, "englisch" nennt. Aber genau weiß ich es noch nicht. 
Zu den Dingen, die hier anders sind (ich schreibe bewusst anders, weil ich glaube, dass es nicht gut ist, wenn ich Dinge immer als "besser" oder "schlechter" als in Deutschland ansehe und somit permanent vergleiche):

  • Die Autos fahren links (kaum zu glauben, oder?); daran hab ich mich aber mittlerweile gewöhnt und hab auch schon aktiv (als Fahrradfahrer) im Straßenverkehr teilgenommen und lebe noch :)
  • Die Milch trinkt man hier aus Kanistern, und zwar aus großen (bis zu 6 Pints, ein Pint=0,568 Liter)
  • Fußgänger gehen bei Rot über die Ampel, solange kein Auto kommt. Dieses Verhalten haben meine Kumpanen und ich teilweise adaptiert, teilweise nicht.
  • Fast alle Läden (sogar Frisöre etc.) haben sonntags offen, dafür nicht so lang unter der Woche (viele nur bis halb sechs)
  • Die Straßen sind eben, sogar wenn ich zum Joggen raus aus dem Wohngebiet und rein in die Natur gehe - alles flach! Die Abwesenheit jeglicher Erhebungen gefällt mir ehrlich gesagt nicht so gut - aber am Sonntag war ich mit Ian im Peak District (ca. eine halbe Autostunde von Sale) zum Laufen - das war genial. Endlich hab ich mal englische Hügel gesehen, genau wie man sich die englische Landschaft vorstellt. Und überall waren Schafe, aber nicht wie in Deutschland in großen Herden, sondern einfach über die Landschaft verteilt - hier zwei Schafe, dort drei usw. Und es war bis auf den Weg alles eingezäunt, mit ziemlich coolen Steinmauern. Insgesamt hab ich das sehr genossen und meine Seele konnte aufatmen :)
  • Eine Pizza vom Pizzaservice kostet 10 Pfund!
  • Man kann Medikamente im Aldi kaufen - da steht das Ibuprofen neben dem Klopapier oder so! Das ist ein bisschen verrückt.
Vermutlich hab ich ein paar Sachen vergessen, aber das macht ja nix.

Liebe Grüße und Gottes Segen euch allen!