Samstag, 13. Juli 2013

Kurzes Update

Sorry für die Unregelmäßigkeit der Posts...jetzt ist der letzte schon wieder drei Wochen alt.

Meine Arbeit gestaltet sich in letzter Zeit relativ abwechslungsreich. Ich habe öfters Botengänge übernommen, zum Beispiel zur Post oder um Dokumente wegzubringen oder abzuholen. Es ist immer wieder gut, ein bisschen rauszukommen und andere Stadtteile zu sehen. Ansonsten hab ich einer Familie beim Umzug geholfen, hab nochmal ein bisschen gestrichen und Hausmeistertätigkeiten gemacht, zum Beispiel Pflanzen gießen. Eigentlich sollten wir schon mitten in der Regenzeit sein, aber davon ist immer noch wenig zu sehen. Es regnet ab und zu, aber fast nie länger als eine Stunde. Ich bin darüber aber ganz froh, dann sind die Straßen nicht überschwemmt und die Luftfeuchtigkeit ist nicht noch höher (sie ist nämlich schon hoch genug - neulich waren meine Chips schon nach einer Stunde kätschig). 

Ansonsten gibt es nicht viele Neuigkeiten - ich verbringe die meiste Zeit mit Lesen und ARD-/ZDF-Krimis und freue mich sehr auf zu Hause. Neulich hab ich endlich mal ein Balut probiert - das ist ein halbausgebrütetes Entenei, d.h. mit Küken. War echt lecker! 


ein Jeepney in seiner ganzen Pracht

So sieht es am Rand der Straße aus, eine ganz schöne Dreckbrühe.

Beste Freunde - Toffee (der Chihuahua) und Shakira (die Dogge) im Father´s House.

Na, das sieht doch appetitlich aus!
  

Sonntag, 23. Juni 2013

Haustiere und ein versuchter Taschendiebstahl

Wie man schon an meinen drei Posts innerhalb einer Woche merkt, habe ich jetzt viel Freizeit. 

Heute war ich im Einkaufszentrum und hab einige leckere Sachen gekauft (siehe Bild). Für die Heimfahrt hab ich ein Jeepney (wieder siehe Bild) genommen. Als ich eingestiegen bin, war es eigentlich schon voll, aber ich hab noch einen Platz bekommen. Nach mir sind aber noch drei oder vier Männer gekommen, die sich auch noch reingezwängt haben. Einer saß neben mir und ein anderer gegenüber von mir (im Jeepney sitzt man in zwei Reihen, sieht man auf dem Bild). Alles war ziemlich eng, was aber normal ist im Jeepney. Dem Mann gegenüber von mir sind dann irgendwann "zufällig" Münzen runtergefallen, die neben meinen Füßen lagen. Danach musste er natürlich ewig suchen, was mir schon echt komisch vorkam. Aber ich hatte meine Tasche auf dem Schoß und mit Reißverschluss verschlossen, worüber ich später echt dankbar war. Ich nehm mal an, der Mann neben mir hat versucht, was von mir zu klauen, während ich wegen dem Rumgesuche des anderen ein bisschen abgelenkt war. Aber ich hab zum Glück darangedacht, meine Tasche die ganze Zeit gut festzuhalten. Nachdem die Männer irgendwann ausgestiegen waren, hat sich mein Nebensitzer auf der anderen Seite erkundigt, ob bei mir alles in Ordnung sei, sich für den Vorfall entschuldigt und erklärt, dass das Taschendiebe waren. Ich hab schon oft gehört, dass in den Jeepneys viel geklaut wird, aber jetzt habe ich es das erste Mal selbst erlebt (bzw. den Versuch). Ist ein komisches Gefühl, so was zu erleben, und ich bin Gott sehr dankbar, dass mir nichts passiert ist.
Achja, und ich hab auch wieder etwas Lustiges gesehen - als ich über eine Fußbrücke ging, kam mir ein Mann mit einem Huhn im Arm entgegen. In Deutschland wäre es vielleicht die Aldi-Tüte mit einem Hühnerbrustfilet drin, hier ist es eben das lebendige Tier.


Ich musste ziemlich lachen, als ich das zum ersten Mal im Regal gesehen hab.

Das sind die Jeepneys

Der Kater Moritz, der die ihm zugeteilte Aufmerksamkeit sehr genießt und mich anstupst, während ich lese, damit ich ihn streichle.

So ungefähr werde ich von Jack begrüßt, wenn ich aus dem Haus komme...

...oder so. Nee Spaß, da gähnt er nur - sieht aber zugegebenermaßen ganz schön beängstigend aus.

Das sind meine Einkäufe - in welchem Land bin ich nochmal?
Weil ich jetzt die ganze Zeit Internet hab, kann ich auch im Internet Filme schauen und freue mich sehr über die ARD-Mediathek - hab schon drei Tatorte geguckt, einen davon bei einem ausgiebigen Pfannkuchen-Frühstück an meinem freien Vormittag.


Mittwoch, 19. Juni 2013

Kleinigkeiten

Ein paar kleine Anekdoten von den letzten Tagen:

Am Dienstag war ich beim Postamt, um ein Paket abzuholen. Ich bin mit dem Fahrrad von Andi (in dessen Haus ich im Moment wohne) dorthin gefahren und hatte kein Schloss dabei. Deshalb wollte ich das Fahrrad mit ins Postamt nehmen. Mit einem entschuldigendem Blick hab ich bei Reinkommen gesagt: "I´m sorry, I don´t have a lock with me", woraufhin die Angestellte meinte: "It´s okay". Ich war ein bisschen froh, dass das so problemlos ging. Dann habe ich herumgeschaut und bemerkt, dass in demselben Raum ein Motorroller steht! Wahrscheinlich gehörte der einem der Angestellten dort. Filipinos sind manchmal einfach witzig! In dem Paket waren übrigens viele leckere Sachen von zu Hause - Vollkornbrot, Ricola-Bonbons, Milka, Grießbrei zum Anrühren, Suppe usw. Einfach immer wieder schön, Post von zu Hause zu bekommen.
Etwas Ähnliches ist mir heute schon wieder passiert. Ich bin mit dem Fahrrad nach dem Abendessen zurück zu "meinem" Haus gefahren und es war schon dunkel und ich hatte kein Licht. Ich dachte: "Mhm, das ist eigentlich nicht gut, dass ich kein Licht habe." Da kommt mir ein Motorrad ohne Licht entgegen! Als Filipino würde ich da sagen: "Grabe talaga!" (das heißt so viel wie "einfach unglaublich").

Die letzten drei Tage habe ich einen Raum gestrichen. Unten ist ein Fußleiste aus Holz, die mit einem Lack gestrichen wurde, der noch ziemlich lang klebrig ist. Am nächsten Morgen saß ein Gecko (die laufen hier überall herum, manchmal auch in den Häusern) darauf. Ich hab mich schon gewundert, warum er nicht wegläuft, als ich näherkam, aber mir wurde es dann schnell klar: Der arme Kerl hing fest! Seine Beinchen und sogar sein Körper klebten an der Leiste und er hat wild gezappelt, als ich ihn berührt hab. Dann musste ich ihn mit einer Spachtel wegkratzen, was ihm bestimmt wehgetan hat, und danach ist er für Geckoverhältnisse ziemlich langsam und auch sehr unnatürlich weggelaufen. Armes Ding!

 

Sonntag, 16. Juni 2013

Palawan - Sonne, Meer und Kino

Wir hatten eine wirklich wunderbare Zeit auf Palawan.
Die ersten zwei Tage haben wir in Puerto Princesa verbracht, das ist die größte Stadt der Insel. Wir hatten ein gutes Zimmer in einer sehr schönen Pension, wo wir uns schon fast zu Hause gefühlt haben. Das Ehepaar, dem die Pension gehört, war nämlich sehr freundlich und hat uns umsorgt. So hat uns der Mann zum Beispiel zum Hafen gefahren, weil wir eine Island-Hopping-Tour machen wollten. Das war richtig gut - für 30 Euro haben wir uns ein Boot plus zwei Bootsleute gemietet und sind dann zu drei Inseln und einem Riff gefahren. Besonders das Riff war echt schön. Ziemlich große Korallen und echt viele Fische. Leider hattten wir nur Taucherbrillen und keine Schnorchel, was ein bisschen genervt hat. Am nächsten Tag ging es dann mit dem Van nach El Nido, ein Ort im Norden der Insel. Auf den 6 Stunden Fahrt haben wir die ländliche Seite der Philippinen gesehen - Menschen in einfachen Häusern (vermutlich ohne Strom) und Bauern, die mit einem Wasserbüffel pflügen oder einen Karren ziehen. Unserer Einschätzung nach haben es die Leute auf dem Land besser als die in Manila. Es ist nicht so vermüllt, stinkt nicht so sehr, und alle haben mehr oder weniger ordentlich Häuser, die zumindest aus mehr als aus dünnem Holz und Wellblech bestehen. 
In El Nido sind zu unserer Strandhütte, die wir schon gebucht hatten, gegangen und waren leider enttäuscht. Die Hütte war noch nicht mal geputzt, die Leute waren nicht sehr freundlich, die Lage war nicht toll (10 min Fußweg von allen Restaurants/Bars etc.). Aber der Sonnenuntergang war überragend ;)
Am nächsten Tag haben wir uns nach einer anderen Unterkunft umgeschaut und sind auch schnell fündig geworden - ein Hotel direkt am Strand, super Lage, nettes Personal, Frühstücksbüffet (mit Cornflakes und Milch! --> das ist beides ziemlich teuer und hier deshalb etwas Besonderes) und ein sehr schönes Zimmer. 
Am nächsten Tag haben wir noch einmal so eine Island-Hopping-Tour gemacht. Dieses Mal sind wir zu drei Lagunen und zwei Stränden gefahren. Auch dort haben wir wieder Fische und Korallen gesehen, aber das eigentlich Besondere waren die Felsen, das türkisblaue Wasser und die schöne Landschaft. Das hat uns total fasziniert.
Die nächsten Tage wollten wir eigentlich nochmal eine solche Tour machen, aber das ging nicht - zum Einen weil es immer mindestens den halben Tag geregnet hat, zum Anderen weil wir beide gesundheitlich angeschlagen waren. Zuerst hat es mich und dann Lena getroffen. Wir haben die Zeit aber trotzdem genossen - wir hatten den Laptop dabei und haben Filme geschaut, an einem Tag haben wir beide ein komplettes Buch gelesen und wir hatten sogar zwei Spiele dabei.
Das Städtchen an sich ist auch ganz nett - es ist ziemlich touristisch und man hat an jedem Eck Restaurants, Reiseveranstalter, Hotels o.Ä. Aber trotzdem hat es noch etwas sehr Philippinisches. 
Die letzten zwei Tage unseres Urlaubs haben wir wieder in Puerto Princesa verbracht - die Pension dort hat uns einfach so gut gefallen und in El Nido gab es dann auch nichts mehr, was wir noch machen wollten. Auch in Puerto Princesa hat es diese zwei Tage im Prinzip durchgeregnet, was uns aber wenig gestört hat. Am ersten Tag waren wir im Kino in "Epic". Nach dem Film haben wir beschlossen, dass wir es ausnutzen sollten, wie billig das Kino hier ist - 2,40 Euro Eintritt und 70 Cent für ein großes Getränk. Deshalb sind wir gleich nochmal rein in "Hangover Part 3" und haben uns fast kaputtgelacht. Ein sehr guter Film!
Am nächsten Tag waren wir wieder im Einkaufszentrum...als wir beim Kino vorbeikamen, haben wir gesehen, dass an diesem Tag die Premiere von "Man Of Steel" ist - für 4 € (in 3D) sollte man sich das natürlich nicht entgehen lassen. Und so waren wir innerhalb von 24 Stunden dreimal im Kino - auch ein einmaliges Erlebnis! 
Abends sind wir noch in ein Restaurant und ich habe Krokodilfleisch probiert. Das ist echt nichts Besonderes, es schmeckt nach nicht viel und ist ein bisschen zäh. Aber probiert muss man es natürlich haben ;)
Und dann ging es auch schon wieder heim. Es war ein sehr schönes Abschluss unserer gemeinsamen Zeit hier. 

Heute Morgen ist Lena - voller Freude, nach knapp einem Jahr wieder heimzukommen - nach Deutschland geflogen. Ich habe sie zum Flughafen begleitet und habe sie dort verabschiedet.
Außerdem bin ich am Freitag in mein neues Zuhause umgezogen. Hier teile ich mir das Haus mit einem Dobermann und einer Katze, die beide ihre Besitzer vermissen und deshalb ein bisschen streichelbedürftig sind. Ich genieße es sehr, ein ganzes Haus für mich zu haben - so laut Musik hören wie ich will, frühstücken was ich will (Mittag- und Abendessen habe ich immer noch mit den Kindern), den ganzen Tag Internet (anstatt von 21 bis 22 Uhr)...   
Mir gehts immer noch gut - obwohl Lena nicht mehr da ist. Und die nächsten 8 1/2 Wochen werden anders als bisher, aber trotzdem GUT!





Der Eingang zur "Secret Lagoon" - ein wunderschön versteckter Ort.


Kokosmilch direkt aus der Frucht schlürfen - schmeckt aber leider gar nicht so überragend.

EXTREM leckere Pizza aus einem Steinofen :)
Die Aussicht von unserem Zimmer...
...und wie es bei Regen aussah.





Sonntag, 2. Juni 2013

Urlaub!

Morgen geht es für 11 Tage nach Palawan! Danach werde ich natürlich berichten und auch Bilder hochladen. 
Ansonsten geht es mir und uns gut. Lena hatte schon ihren letzten Arbeitstag und ist nach unserem Urlaub nur noch drei Tage hier, bevor sie dann nach Deutschland fliegt. Auch für mich geht es nach dem Urlaub anders weiter, ich werde nämlich umziehen. Und zwar in das Haus einer Missionarsfamilie, die dann auf Heimaturlaub ist. Hier kann man sein Haus nämlich nicht so lange allein lassen, deshalb passe ich darauf auf :) ich freue mich sehr darauf, ein Haus für mich allein zu haben - aber an sich wird diese Zeit vielleicht auch nicht so einfach, weil Lena dann weg ist. Aber ich vertraue Gott, dass er auch dafür gute Pläne hat und es eine mit Herrlichkeit erfüllte Zeit sein wird.
Liebe Grüße!

Mittwoch, 15. Mai 2013

...und Bilder von unseren Dates :)

Zuerst einmal die Aussicht von einem Restaurant am Rande Manilas...






Die folgenden Bilder sind von der High Street - einer Einkaufsmstraße für reichere Leute. Wir haben uns dort wohlgefühlt, es gibt viele schöne Läden und außerdem fällt man als Weißer nicht auf, was zwischendurch sehr angenehm ist :)
Es ist aber eine komplett andere Seite Manilas, wie wir sie sonst sehen. Die Leute haben die neuesten technischen Geräte, die Kinder haben gern mal ihr eigenes iPad und der Wohlstand lässt sich auch an der Pummeligkeit der Kinder ablesen. Drumherum wird noch viel gebaut und auch die Straße selbst ist vermutlich noch keine zehn Jahre alt. 



Unser Mittagessen im Italianni´s - sehr lecker und sehr füllend.

Letzte Woche hat es zum ersten Mal stark geregnet - die Straße sah danach ganz anders aus als auf diesem Bild, sie war nämlich ein bisschen höher als knöcheltief überflutet. Vermutlich hat die Regenzeit somit frühzeitig angefangen - ganz sicher ist das aber noch nicht, heute ist es zum Beispiel wieder schönes Wetter mit blauem Himmel und Sonnenschein.





Bei einem von vielen, vielen Starbucks-Besuchen. Im Vordergrund der Mocha Cookie Crumble Frappuccino - mit dem Java Chip mein absoluter Favorit!. Lena bleibt - wie fast immer - beim Cappucino, wofür sie mittlerweile schon von mir aufgezogen wird ;)

Bilder von der Wanderung...

Soo, nun gibt es endlich die versprochenen Bilder:

Eine ziemlich große Spinne (ungefähr in der Bildmitte)

So haben wir gekocht - es gab natürlich Reis ;)





Das ist der Fels, den wir beklettert haben.


Und schließlich sind wir auch heil oben angekommen.



Links noch einmal der Fels, rechts daneben der "normale" Berg.



Das sind Jackfruits - wie sie schmecken, weiß ich nicht, aber sie sehen auf jeden Fall beeindruckend aus.

Und zum Schluss noch die Schlange (rechts oben der Kopf, in der Mitte ihr Hinterteil).